Unternehmens- & Personalbegleitung


Sensibilisierung & Unterstützung

In der repräsentativen Studie "Der tägliche Wahnsinn", durchgeführt von der Hochschule Luzern und der Psychiatrie Baselland, kommt zum Ausdruck, dass viele Unternehmen gar nicht oder nur sehr wenig auf die Herausforderungen von psychischen Überlastungen und Erkrankungen vorbereitet sind.

 

Ein Zitat aus der Studie: "Was Führungskräfte als Problembeginn beschreiben, ist tatsächlich oft schon ein vorläufiger Endpunkt". Das bringt den Verlauf, der sich vielfach abspielt, sehr treffend auf den Punkt. Denn wenn betriebsintern kein offener Umgang mit diesen Themen besteht, versuchen Angestellte ihre Situation möglichst lange zu verbergen. Gleichzeitig werden zwar von Führungskräften und Arbeitskollegen oftmals wiederkehrende Alarmsignale wahrgenommen, sind dann mit der Situation aber selbst überfordert und schweigen. Während alle Seiten bemüht sind, die Probleme nicht offen anzusprechen und so zu tun, als gäbe es keine Probleme, wird die Situation immer problematischer.

 

Deshalb ist die Sensibilisierung nicht nur in eine, sondern in alle Richtungen sehr wichtig. Einerseits gilt es das Verständnis von Arbeitgeberseite und von Mitarbeitenden für die betroffenen Mitarbeitenden zu fördern, damit das Berufsumfeld die Ernsthaftigkeit erkennt. Genauso geht es auch darum, dass betroffene Mitarbeitende nachvollziehen können, wie schwierig die Situationen auch für die Teams und den Arbeitgeber sein können. Der offene gegenseitige Austausch ist sehr wichtig, voneinander zu lernen und ein besseres Verständnis für die verschiedenen Rollen/Perspektiven zu entwickeln, um dementsprechend angemessener und wirkungsvoller miteinander umgehen zu können.

 

Zugunsten der gegenseitigen Sensibilisierung führe ich Seminare durch, in denen betriebsintern die Möglichkeit eröffnet wird, sich gegenseitig über diese schwierigen Themen auszutauschen. Allein die Tatsache, dass die Themen Raum bekommen und darüber gesprochen werden darf, kann eine erste Entlastung für Betroffene und das Berufsumfeld darstellen. Im Betriebsalltag unterstütze ich Sie im Umgang mit betroffenen Mitarbeitenden und begleite Ihre Mitarbeitenden beim Verbleib/Rückkehr in den Beruf. 

Handlungsbedarf erkennen und handeln

Belastende Umstände und Ereignisse bei der Arbeit können zu psychischen Überlastungen und Erkrankungen führen. Aber das Berufsumfeld jeweils automatisch als Hauptursache festzulegen ist nicht zielführend. Denn oft stehen psychische Erkrankungen im Zusammenhang mit der eigenen Biografie. Negative Faktoren am Arbeitsplatz können das Auftreten von Krankheitssymptomen zusätzlich hervorrufen und die gesundheitliche Situation verschlechtern. Aber um wirklich bei den Ursachen ansetzen zu können und nicht nur oberflächliche Symptombekämpfung zu betreiben, ist es sehr wichtig, jeweils individuell und differenziert die Ursachen zu identifizieren, um gezielt dort ansetzen zu können, wo der Handlungsbedarf besteht.

Individuelle Entwicklungsprozesse

Überlastungen und Erkrankungen äussern sich bei jeder Person unterschiedlich, wenn aus der Krise heraus Einschränkungen entstehen, können diese ganz unterschiedlicher Natur sein und sich in verschiedenen Lebensbereichen äussern. Während z. Bsp. die einen sich beruflich total blockiert und unter Druck fühlen und der Beruf hinderlich ist auf dem Genesungsweg, ist für andere der Beruf eine sehr wichtige und hilfreiche Tagesstruktur im Entwicklungsprozess. Die Herausforderungen können nicht standardisiert bewältigt werden, die Unternehmen sind gefordert, Zeit zu investieren und Raum für eine offene Kommunikation zu schaffen. Denn so können individuelle und wirkungsvolle Entwicklungen in Gang kommen.


Kern meiner Begleitung

  • Sensibilisierung von Unternehmens- und Personalstrukturen
  • Sensibilisierung von Führungskräften
    und Teams
  • Vorbereitung auf Krisensituationen
  • Externe Bezugs- und Vertrauensperson
  • Unternehmensbegleitung im Umgang mit betroffenen Mitarbeitenden
  • Begleitung von Mitarbeitenden beim Verbleib/Rückkehr in den Beruf

Mögliche Ziele

  • Abbau von Hemmschwellen
  • Besseres Verständnis aller Beteiligten für die verschiedenen Rollen/Perspektiven
  • Zeitnaher und nachhaltiger Umgang mit den Herausforderungen
  • Verbesserte Handlungsfähigkeit aller Beteiligten
  • Verkürzung der Leidenszeit von Betroffenen
  • Verkürzung/Vorbeugung von Absenzen

Honorar

  • Kennenlern- und
    Standortgespräch: kostenlos
  • 1-stündige Begleitungen: 125 Fr.
  • Mehrstündige Begleitungen: 95 Fr. pro h
  • sämtliche Kostenangaben inklusive Anfahrtsspesen


Seminare - Kerninhalte

  • Unterscheidung von einzelnen negativen Tagesformen und Erkrankungen 
  • Wann Stress unproblematisch ist und ab wann er zum Problem wird
  • Faktoren, die den Verbleib/Rückkehr in den Beruf erschweren/erleichtern
  • Differenzierung verschiedener Ursachen
  • Perspektivenwechsel
  • Informationen zu Hilfsangeboten
  • Einblick und Austausch über aktuelle Studienresultate

Mögliche Ziele

  • Teaminterne Interaktion über die betriebsinternen Herausforderungen
  • Berührungsängste zum Thema abbauen
  • Entlastung durch offene Kommunikation
  • Reduktion von Vorurteilen, Missverständnissen und Konflikten
  • Gegenseitiges Verständnis erweitern
  • Diskussion über konkrete Fallbeispiele
  • Positive Selbstfürsorge persönlich/beruflich
  • Offene und konstruktive "Fehlerkultur"

Honorar

  • Grundseminar (2 Stunden): 380 Fr.
  • Erweitert (4 Stunden): 620 Fr.
  • Kurz-Inputs an
    Teamsitzungen: nach Absprache
  • inklusive Seminarunterlagen
  • Durchführung vor Ort in Ihrem Betrieb
  • bei externer Durchführung, Kosten nach Absprache
  • sämtliche Kostenangaben inklusive Anfahrtsspesen


Wo steht die wirtschaft gegenwärtig?


Hochschule Luzern

Studie

Zitat: "75% aller psychischen Störungen beginnen vor dem 25. Altersjahr, also oft vor dem Eintritt ins Arbeitsleben. Ausserdem kann Erwerbstätigkeit nicht nur Stress verursachen als möglicher Auslöser von psychischen Problemen. Arbeit hat einen mindestens so starken stabilisierenden Effekt auf die Psyche". Hochschule Luzern

Schweizerischer Arbeitgeberverband

Artikel

Zitat: "In den meisten Fällen enden solche Situationen deshalb in der Auflösung des betreffenden Arbeitsverhältnisses. Nicht mangels Engagement, sondern aus Überforderung". Schweizerischer Arbeitgeberverband

Neue Zürcher Zeitung

Artikel

Zitat: "Psychische Belastungen gehören zum Arbeitsalltag. Dennoch werden sie in den Unternehmen immer noch häufig tabuisiert und unterschätzt". Neue Zürcher Zeitung



Aargauer Zeitung

Artikel

Zitat: "Das Thema bewegt auf der Chefetage, darüber geredet wird dennoch häufig gar nicht oder zu spät. Dabei gilt: je früher, desto besser". Aargauer Zeitung

Staatssekretariat für Wirtschaft

Info Broschüre

Zitat: "Psychische Fehlbeanspruchungen führen zu Leistungseinbussen, erhöhen das Unfallrisiko und gefährden die Gesundheit". Staatssekretariat für Wirtschaft

 

Beobachter

Artikel

Zitat: "Ein Betrieb kann nicht verhindern, dass Mitarbeiter krank werden. Doch er kann einen wichtigen Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben". Beobachter